Angesichts der Globalisierung und des Zusammenrückens der europäischen Staaten innerhalb der Union stellt sich verstärkt die Frage, wie eine attraktive wirtschaftsberufliche Bildung im Sekundarbereich (14 bis 19-jährige) auf diese Herausforderungen angemessen reagieren kann. Obwohl internationale Vergleichsstudien
(zB PISA, TIMMS) die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Bildungssystems im internationalen Vergleich belegen, gibt es eine Vielzahl von Verbesserungspotenzialen.
MR
Dr. Werner
Scheibenpflug
Vorstand des Vereins
Die österreichische Bildungsarchitektur zeichnet sich im Bereich der Sekundarschulen durch ein angesehenes und erfolgreiches Berufsbildungssystem aus, das sowohl für ein Studium an Universitäten wie auch für eine berufliche Tätigkeit nach Abschluss der Matura qualifiziert. Diese in der EU einzigartige österreichische Bildungslandschaft ist sicherlich mitverantwortlich dafür, dass die Jugendarbeitslosenrate in Österreich zu den niedrigsten innerhalb der Europäischen Union zählt.
Der Schulversuch "Begabungsförderungsmodell Schumpeter-Klassen" an der BHAK Wien 13 knüpft an den erfolgreichen Lehrplan der Handelsakademien an und ergänzt diesen um eine Reihe innovativer "Bausteine". Bei diesem Schulversuch geht es vor allem darum
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wie eine gezielte Begabungsförderung (Fordern und Fördern) |
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und eine "Entrepreneurship-Education" im Rahmen der fünfjährigen HAK-Ausbildung verwirklicht werden kann - bei Ausschöpfung der didaktisch Möglichkeiten eines sinnvollen Einsatzes der Neuen Medien. |
Unter den Info-Points Eltern und Lehrer wird das didaktische Konzept des Schulversuchs ausführlich vorgestellt, eine ergänzende Zusammenfassung können Sie unter Aktivierung des folgenden Links downloaden.
zum Download der Informationsbroschüre "Schulversuch Begabungsförderungsmodell Entrepreneurship Education"
Der Schulversuch basiert auf der Philosophie, im Rahmen der Ausbildung eine optimale Theorie-Praxis-Verknüpfung zu gewährleisten und durch vielfältige außerschulische Angebote die Begabungen der Schüler zusätzlich zu fördern. Aus diesem Grund sind u.a. im Schulversuchskonzept sogenannte "extracurriculare Arbeitsgemeinschaften" vorgesehen. Dabei handelt es sich um Module, die
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außerhalb des Unterrichts angeboten werden (im Ausmaß von einigen Stunden bis Wochenendseminaren), |
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zu unterschiedlichsten Themen (der Bogen reicht von EDV-Vertiefungsangeboten bis hin zu Literatur-Workshops), |
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sowie von unterschiedlichsten Vortragenden (Praktiker, Wissenschaftler, Lehrer, etc.). |
Ebenso ist in diesem Schulversuch ein verpflichtendes Betriebspraktikum im In- und Ausland vorgesehen, um den Aspekt der Internationalisierung, der interkulturellen Kompetenz sowie einer angemessenen Fähigkeit im Umgang mit Fremdsprachen zu gewährleisten.
Zur Unterstützung dieser Zielvorstellungen wurde im Jahr 2001 der "Verein der Freunde der Schumpeter-Handelsakademie" gegründet. Es wird angestrebt, dass vor allem neben Eltern und Lehrern Vertreter von Unternehmen, von Verbänden, der Wissenschaft bzw. von Partnerschulen im Ausland diesem Verein beitreten.
Zentrales Ziel des "Schumpeter-Vereins" ist, die pädagogischen Zielvorstellungen des Schulversuchs wirksam zu unterstützen. Die Handlungsfelder einer Kooperation können wie folgt zusammengefasst werden:
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Förderung von Praktikumsplätzen im In- und Ausland für "Schumpeter-Schüler" durch unterstützende Unternehmungen, Steuerberatungskanzleien etc. |
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Referententätigkeit von Spezialisten aus den fördernden Unternehmungen bzw. von Wissenschaftlern oder Eltern im Rahmen der extracurricularen Arbeitsgemeinschaften. |
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Sponsoring (finanzielle Unterstützung) von spezifischen Aktivitäten der "Schumpeter-Klassen", damit auch sozial schwächere Schüler das volle Angebot ausschöpfen können
(zB Auslandsaufenthalt). |
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Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, um die Zielsetzungen und empirischen Befunde dieses Innovationsprojektes, das durch eine intensive wissenschaftliche Begleitforschung fundiert evaluiert wird, wirksam nach außen zu kommunizieren. |
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