Konzept
Das Konzept der wissenschaftlichen Begleitforschung orientiert sich an der Zielvorstellung, die von der Bund-Länder-Konferenz in Deutschland wie folgt zusammengefasst wurde:
"Durch Modellversuche soll einerseits Bestehendes fortentwickelt, andererseits Neues erprobt werden. Sie sollen so ausgerichtet sein, dass sie wichtige Entscheidungen für die Entwicklung des Bildungswesens geben. Dabei hat die wissenschaftliche Begleitung die Aufgabe, die Durchführung der Modellversuche zu unterstützen und die Auswirkungen der Reformmaßnahmen zu beschreiben und zu analysieren".
Das Team der wissenschaftlichen Begleitforschung hat demnach Reformmaßnahmen im Schulversuch zu beschreiben, zu analysieren und zu unterstützen. Begleitforschung ist nach diesem Verständnis analysierend, diskursiv und handlungsstützend.
Wissenschaftstheoretisch orientiert sich diese Forschungsstrategie der pädagogischen Handlungsforschung an der Hermeneutik sowie der Kritischen Theorie. Methodologisch erfolgt keine einseitige Ausrichtung auf rein qualitative Datenerhebungsinstrumente, sondern es werden ebenso typische quantitative Sozialforschungsinstrumente wie der Fragebogen in das Forschungsdesign integriert, in dem auch die empirischen Befunde der quantitativ orientierten Sozialforschungsinstrumente in den Kommunikationsprozess Begleitforschungsteam - Forschungsträger (Schumpeter-Lehrerteam) eingebracht werden. Am Anfang dieses Forschungsverständnisses steht ein theoretisches Vorverständnis der Forscher zu den theoretischen Konstrukten "Entrepreneurship-Education und Begabungsförderung", das im Verlauf des Forschungsprozesses durch systematische Reflexion der Unterrichtserfahrungen, kritische Interaktion mit den Schumpeter-Lehrer/Innen und kontinuierlicher Modifikation der Handlungsstrategien im Forschungsfeld als Reaktion auf die empirischen Zwischenbefunde konkretisiert wird. Am Ende dieses Forschungsprozesses steht die Generierung von Handlungsempfehlungen (Heuristiken) sowie von Hypothesen. Kleidet man diese Forschungsstrategie in eine Metapher, so könnte man sagen, dass nach diesem Forschungsverständnis
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am Beginn des Forschungsprozesses das Bild der Forschungsfragen und des Forschungsfeldes (wie kann man Entrepreneurship-Education und Begabungsförderung im Unterrichtsalltag umsetzen?) unscharf ist, |
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mit Hilfe einer Videokamera während der Forschung die vielfältigen Erfahrungen aufgezeichnet werden (Evaluation), wobei sich das Kamerateam (Begleitforscher) nicht nur auf die Aufzeichnung beschränken, sondern fallweise den Implementierungsprozess durch Impulse ("Regieempfehlungen") unterstützen (Intervention) mit dem Ziel, |
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am Ende des Forschungsprozesses ein schärferes Bild zu erhalten - durch Dokumentation der vielfältigen Erfahrungen während des Forschungsprozesses sowie durch die daraus resultierende Generierung von Handlungsempfehlungen. |
Das Design der ausgewählten Datenerhebungsinstrumente ermöglicht eine multiperspektivische und multiinstrumentelle Evaluation. Die Multiperspektivität wird dadurch gewährleistet, dass vielfältige Sichtweisen erfasst werden, nämlich die Perspektive der Schumpeter-Schüler/Innen, Schüler/Innen der Parallelklassen, Schumpeter-Lehrer/innen, Lehrer/innen von Parallelklassen, Eltern der Schumpeter-Schüler/Innen, Direktorin und dem Team der wissenschaftlichen Begleitforschung
(zB Unterrichtsbeobachtung durch Prof. Aff).
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