|
Das Konzept der Schumpeter-Handelsakademie ist die zukunftsorientierte bildungspolitische Antwort auf die ökonomischen und technischen Veränderungen unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert.
Es soll die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, unternehmerisch und eigenverantwortlich zu denken und zu handeln sowie ihre eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu entwickeln.
Eine solide anwendungsorientierte betriebswirtschaftliche Grundbildung, ergänzt um eine breite Allgemeinbildung und Schlüsselkompetenzen wie Entscheidungsfreude,
Teamfähigkeit etc. und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit legt den Grundstein für eine erfolgreiche Berufskarriere.
Der Umgang mit neuen Medien gehört ebenso zum Programm wie Sprachkenntnisse und die kritische Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen Fragestellungen.
Durch die Einbettung der Schumpeter-Klassen in den normalen Schulalltag einer Bundeshandelsakademie entsteht kein "Sonderstatus" für die Schülerinnen und Schüler, sie sind trotz ihrer "etwas anderen" Ausbildung in die gesamte Schule integriert.
Und das unterscheidet die Schumpeter-Handelsakademie von einer "normalen" Handelsakademie:
- Kleine Klassen und ein motiviertes Lehrerteam
Höchstens 24 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Klasse der Schumpeter-Handelsakademie. Die Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen ein Aufnahmeverfahren, dass ein
nahezu einheitliches Leistungsniveau der späteren Klasse garantiert.
Die Lehrerinnen und Lehrer der Schumpeter-Klassen verfügen ebenso wie ihre Schülerinnen und Schüler über eine hohe Motivation. In wöchentlichen Teamsitzungen werden
der Unterricht geplant, Teamteaching organisiert, neue Methoden diskutiert und die spezifischen Lehrerfortbildungen organisiert, die mit dafür sorgen,
die Zielsetzungen des Schulversuchs effizient umzusetzen.
- Coaching
Eine Lehrerin, ein Lehrer mit einer speziellen Ausbildung betreut während der fünf Schuljahre jeweils vier Schülerinnen/Schüler. Das Coaching umfasst
sowohl die Beratung bei großen und kleinen Problemen der Absolventen als auch Fordern und Fördern der individuellen Begabungen und der Persönlichkeit. Der Coach trifft
sich mit ihrer/seiner Kleinstgruppe einmal in der Woche, schließt mit den Absolventen jährlich einen individuellen Bildungsvertrag, kontrolliert die Erfüllung der vereinbarten Ziele
und verfasst einen jährlichen Bericht über den Leistungsstand.
- Portfolio und Bildungsvertrag
Der Portfolio-Ordner 1 dient der Administration. Er enthält den allgemeinen und individuellen Bildungsvertrag, einen Kalender, Mitteilungen der Eltern an die Schule und umgekehrt,
Stundentafeln, Lehrerverzeichnis und Sprechzeiten und den jährlichen Bericht des Coaches über den Leistungsstand der Schülerin, des Schülers. Dieser Administrations-Ordner ist ein
wesentliches Element für den Informationsaustausch zwischen Lehrerinnen/Lehrern, Schülerinnen/Schülern und Eltern sowie für die Eigenorganisation der Schülerinnen und Schüler.
Der Portfolio-Ordner 2 dient der Dokumentation der schriftlichen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Er enthält Präsentationen, die jährliche Projektarbeit, Protokolle,
Erfahrungsberichte und Aufsätze in Deutsch oder den Fremdsprachen, die während der fünf Schuljahre erstellt wurden. Bei Bewerbungsgesprächen vermittelt er den Personalchefs ein
umfassenderes Bild von der Leistungsfähigkeit der Schülerin, des Schülers.
- Die ergänzenden individuellen Arbeitszeiten
Diese drei bis fünf ergänzenden Stunden pro Woche können inhaltlich von den Schülerinnen und Schülern selbst bestimmt werden. Sie dienen der Vertiefung von Interessen und
Begabungen und fördern die Fähigkeit, Lernen und Arbeiten selbstständig zu organisieren.
In dieser Zeit können an der jährlich zu erstellenden Projektarbeit gearbeitet, extracurriculare Arbeitsgemeinschaften und Freigegenstände besucht, Kurse an der Volkshochschule
bzw. an Sprachinstituten oder Vorlesungen an der Universität (in höheren Jahrgängen) besucht werden. Was wann gemacht wurde, ist im Kalender des Portfolio-Ordners aufzuschreiben.
- Exkursionen und Praktika
Um einen vertiefenden Einblick in die Welt der Wirtschaft zu gewährleisten, stehen regelmäßige Betriebsbesichtigungen auf dem Stundenplan. Ein sechswöchiges Praktikum bis zum 4.
Jahrgang im Inland und ein dreiwöchiges Praktikum im Ausland (work experience) in den letzten beiden Semestern sorgt für die Erprobung der gelernten Theorie in der Praxis.
- Neue Unterrichtsmethoden und -materialien
Vielfältig ist der Unterricht in den Schumpeter-Klassen. Teamarbeit wird groß geschrieben, ebenso das selbstständige Lernen. Gruppenarbeit, Rollenspiele, Projektarbeit, Fallstudien
stehen neben dem Lehrervortrag oder der Ideenwerkstatt auf dem Stundenplan.
- Extracurriculare AGs und Freigegenstände
Ergänzend zum Unterricht kommen Fachleute aus Wirtschaft und Kultur, Wissenschaft und Forschung in die Schule und veranstalten Arbeitsgemeinschaften zu Themen wie z. B. Präsentations-
und Moderationstechniken, EDV, Literatur, Wirtschaft, Sport etc.. Pro Semester muss eine AG gewählt werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass das breite Angebot viel intensiver genutzt wird.
Integriert in die Stundentafel aller Jahrgänge der Handelsakademie sind Freigegenstände, also Fächer, die von allen Schülerinnen und Schülern einer Stufe besucht werden können. Zur Auswahl
stehen Philosophie und Psychologie, Soziologie, dritte lebende Fremdsprache, Ökomanagement, Politische Ökonomie und Wirtschaftsgeographie, Fit for Life, Entrepreneurship in der Tradition von
Josef Schumpeter.Integriert in die Stundentafel aller Jahrgänge der Handelsakademie sind Freigegenstände, also Fächer, die von allen Schülerinnen und Schülern einer Stufe besucht werden können.
Zur Auswahl stehen Philosophie und Psychologie, Soziologie, dritte lebende Fremdsprache, Ökomanagement, Politische Ökonomie und Wirtschaftsgeographie, Fit for Life, Entrepreneurship in der Tradition von Joseph Schumpeter.
|